Die Prüfung ist eine der wichtigsten Aufgaben bei der Entwicklung von komplexer, umfangreicher Software. In der Praxis wird dafür ein erheblicher Anteil des gesamten Entwicklungsaufwands aufgebracht. Es existieren zahlreiche Methoden und Techniken für die Prüfung von Software. Die Mehrzahl dieser Lösungen erfordert zu ihrer erfolgreichen Umsetzung in der Praxis leistungsfähige Werkzeuge. Diese müssen zur gewählten Methodik passen und den Prüfer in bestmöglicher Weise unterstützen.
Einerseits gibt es nicht zu jeder Prüftechnik geeignete Werkzeuge, und es ist auch nicht jedes Werkzeug in der praktischen Anwendung hilfreich. Andererseits existieren für die Software- und Systemprüfung akzeptierte Minimalkriterien, die zu entsprechenden Anforderungen an die unterstützenden Werkzeuge führen. Darüber hinaus fordern einschlägige Standards insbesondere für kritische Softwaresysteme bestimmte Prüfungen. Deren ordnungsgemäße Durchführung kann mit Hilfe einschlägiger Werkzeuge demonstriert und nachgewiesen werden.
In der Praxis ist es entscheidend, eine geeignete, akzeptierte Prüfmethodik durch gute Werkzeuge so zu unterstützen, dass die Prüfung optimal verläuft.
Die Teilnehmenden lernen sinnvolle Möglichkeiten zur effizienten Unterstützung von Software- und Systemprüfungen durch Werkzeuge kennen. Ferner lernen sie die akzeptierten, minimalen Qualitätskriterien und weitergehenden, anwendungsabhängigen Anforderungen kennen, und sie werden verstehen, wie die dazu passenden Prüfmethoden und -techniken automatisiert werden können.
Das Seminar schult NICHT die Nutzung nur EINES bestimmten Prüfwerkzeugs. Vielmehr werden den Teilnehmenden - ausgehend von den heute existierenden methodischen Anforderungen - Werkzeugtypen vorgestellt und ausgewählte Werkzeuge demonstriert, und zwar für den struktur- und funktionsorientierten dynamischen Test, für die Prüfung grafischer Benutzungsoberflächen und für den Regressionstest. Außerdem werden sie die automatisierte Nutzung von Zusicherungen, die werkzeugunterstützte Identifikation bestimmter Fehlertypen, die automatisierte Auswertung von Testergebnissen und die Sicherheitsanalyse von Softwaresystemen kennen lernen.
Dies versetzt sie in die Lage, automatisierte Prüfungen zu konzipieren, die methodisch akzeptiert und in ihrem eigenen Umfeld wirtschaftlich sinnvoll und praktisch umsetzbar sind.