Computer und Software sind heute schon häufig unverzichtbare, integrierte Bestandteile technischer Systeme. Man nennt solche technischen Systeme auch eingebettete Systeme. An sie werden meist extrem hohe Sicherheits- und Zuverlässigkeitsanforderungen gestellt. Beispiele findet man bei kostenintensiven Investitionsgütern (wie modernen Verkehrsflugzeugen und Schienenfahrzeugen), aber auch bei Großserienprodukten (wie Kfz-Komponenten), die oft einem harten Preisdruck unterliegen. Quantifizierte Sicherheits- und Zuverlässigkeits- bzw. Verfügbarkeitsanforderungen sind oft Bestandteil des Vertrags zwischen dem Kunden und dem Hersteller. Ihre Verletzung unterliegt in der Regel einer Konventionalstrafe. Es ist aber nicht nur deshalb wichtig, sie bereits bei der Konstruktion des Systems zu beachten. Mit dem Betrieb derartiger Systeme ist immer ein Restrisiko verbunden. Daher sind im Rahmen von Zulassungen oft Nachweise ihrer Sicherheit und Zuverlässigkeit bzw. Verfügbarkeit erforderlich. Tatsächlich sind die Eigenschaften und Anforderungen der Systeme außerordentlich heterogen. Die Art der Realisierung der jeweils existierenden Anforderungen, ihre Prüfung und der Nachweis gegenüber Dritten - z. B. Zulasssungsbehörden - wird durch eine Vielzahl von Einflussfaktoren bestimmt. Neben technischen und wirtschaftlichen Kriterien sind insbesondere Regelungen und Standards zu beachten, die die gesamte Spanne von Gesetzen über Richtlinien bis hin zu Normen für einzelne Anwendungsbereiche umfassen. Die Kenntnis der einschlägigen Regelungen ist insbesondere dann erforderlich, falls Systeme eine Betriebsfreigabe durch Zulassungsbehörden benötigen, da sicherzustellen ist, dass die einschlägigen Nachweise akzeptiert werden. Auch in dieser Situation existieren Alternativen, die es gestatten, technische und wirtschaftliche Einflüsse zu beachten. Die Ziele einer geeigneten Sicherheits- und Zuverlässigkeitsprüfung sind technische Eignung, Wirtschaftlichkeit und ggf. Konformität zu Regelungen. Daher sind umfassende Kenntnisse der einschlägigen Techniken, der anzuwendenden Normen und Richtlinien und der Vorgehensweise bei ihrer Anwendung erforderlich. Um eine hohe Qualität der Nachweise mit möglichst geringem Analyseaufwand zu erzielen sowie im Hinblick auf die Dokumentation der durchgeführten Analysen ist die Verwendung von unterstützenden Werkzeugen sinnvoll.
Tel.: 0228/92 12 90 66 Fax.: 0228/37 86 90 E-Mail: dia@dia-bonn.de
11.03 10:00 Uhr - 12.03.2010 16:00 UhrOrt: HeidelbergPlätze: 25