Data-Warehouse-Systeme als Basis eines Corporate Memory

Übersicht
  • Data-Warehouse-Prozess
  • Datenkonsolidierung und -bereitstellung
  • Zielgerichtete Datenanalyse für Business-Intelligence
  • Herausforderungen bei Entwicklung und Betrieb
     

17.05.2010 in Dresden
Referenten: Dipl.-Inf. Maik Thiele, Prof. Dr. Wolfgang Lehner

In den letzten Jahren hat sich unter dem Schlagwort „Corporate Memory“ eine IT-Architektur etabliert, die eine zielgerichtete und facettenreiche Analyse verteilt vorliegender und heterogener Datenbestände ermöglicht. Als Realisierungsplattform haben sich „Data-Warehouse-Systeme“ in der Praxis durchgesetzt und als Infrastruktur für Integrations- und Analyseanwendungen etabliert, die eine einheitliche Sichtweise auf eine Vielzahl von individuellen Daten-beständen in einem Unternehmen ermöglicht. Ein Data Warehouse (DWH) sollte ursprünglich „nur” die Informationen für die Entscheidungsprozesse des Managements liefern, hat sich aber mittlerweile zu der zentralen Plattform für die integrierte Informations-versorgung eines Unternehmens entwickelt. Es ist somit an der Zeit, das Thema sowohl unter dem Gesichtspunkt „was hat man gelernt?“ als auch „was macht man nun daraus?“ zu diskutieren und am Beispiel von Anwendungen eines Corporate Memory zu erörtern.

Das Bedürfnis nach integrierenden Infrastrukturen war ein zentrales Anliegen der betrieblichen Informations-versorgung und wird es in den kommenden Jahren verstärkt sein. Datenbanken werden immer öfter zur Verwaltung lokaler Datenbestände eingesetzt, die a posteriori in einen größeren Kontext gebracht werden müssen. Darüber hinaus werden die Anforderungen an eine „Veredelung” der zusammengeführten Datenbe-stände, an die Kontrolle der Datenqualität, die Verwal-tung der Datenherkunft, der Rückführung bereinigter Daten in operative Systeme und schließlich an die Extraktion und Verbreitung charakteristischer Kennzahlen für die Steuerung eines Unternehmens im Sinne des Business Intelligence von zentralem Interesse werden.

Um diesen Herausforderungen gewachsen zu sein, muss man den Status Quo, d.h. die notwendigen DWH-Architekturen und -Komponenten sowie die darauf laufenden Informationsbereinigungs- und versorgungsprozesse, kennen und verstehen. Insbesondere ist relevant, dass die Verantwortlichen in der Lage sind, den Gedanken des Corporate Memory einschließlich der dazu gehörenden Prozesse in die IT-Strategie, in den Gesamtprozess der Informations-beschaffung und in die Geschäftsprozesse des Unternehmens einbinden zu können.
 

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