Die Prüfung ist eine der wichtigsten Aufgaben bei der Entwicklung großer, komplexer Softwaresysteme. "In der Praxis wird dafür ein erheblicher Teil des gesamten Entwicklungsaufwands aufgebracht, und doch beobachtet man oft deutliche Qualitätsmängel," so Prof. Dr. Peter Liggesmeyer, einer der profiliertesten Experten auf diesem Gebiet. Es existieren heute zahlreiche Methoden, Techniken und Werkzeuge für die Softwareprüfung, und sie entwickeln sich ständig weiter, zusammen mit denen für die Softwareentwicklung. So arbeiten z.B. immer mehr Unternehmen mit objektorientierten Entwicklungsmethoden und -werkzeugen, und die Entwickler müssen diesen ihre Prüfmethoden und -werkzeuge anpassen. Diese Inhalte vermittelt das DIA-Seminar über systematisches Testen vom 04.11. - 05.11.2010 in Heidelberg .
"Es ist für die industrielle Praxis entscheidend, aus der Vielzahl von Methoden, Techniken und Werkzeugen die für den konkreten Fall am besten geeigneten auswählen und sie dort einsetzen zu können, wo sie den größtmöglichen Nutzen bringen," erläutert Liggesmeyer weiter. Natürlich muss dabei ein Kompromiss zwischen der Erreichung der geforderten Qualität und der Einhaltung wirtschaftlicher, zeitlicher und technischer Restriktionen erzielt werden. "Um dies unter industriellen Randbedingungen zu erreichen, müssen alle Beteiligten die unterschiedlichen Prüfmethoden, -techniken und -werkzeuge kennen und ihre Leistungsfähigkeit im konkreten Anwendungsfall bewerten können," so sein Fazit.
Daher wird in diesem Seminar zum "Systematisches Testen und Verifizieren von Software: Empfehlungen für die Praxis" der breite, klassifizierende Überblick über den Stand der Technik in der analytischen Software-Qualitätssicherung geboten, der erforderlich ist, um bei einer konkreten Aufgabe zu geeigneten Lösungen zu kommen. Umfassende Kenntnisse über modernes, systematisches Prüfen von Software mit dynamischen Testverfahren, statischen Analysen und formalen Verifikationsverfahren werden als Basis zur Auswahl von Prüfverfahren in der Praxis vermittelt, und zwar sowohl für generell einsetzbare Methoden, Techniken und Werkzeugen als auch für solche, die speziell zur Prüfung objektorientierter Software dienen.
Prof. Dr.-Ing. Peter Liggesmeyer ist seit 2004 Professor für Software Engineering an der TU Kaiserslautern und Direktor am dortigen Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE). Zuvor war er Leiter einschlägiger Forschungs- und Entwicklungsprojekte bei der Siemens AG und Professor für Softwaretechnik und Qualitätsmanagement am Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik in Potsdam. Er ist Autor mehrerer Fachbücher sowie zahlreicher Veröffentlichungen zu diesen Themen.
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